Katalysator Diebstahl

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Neben dem Airbag, den Leichtmetallrädern und dem Navigationsgerät ist auch der Katalysator des Autos ein Bauteil, das recht häufig gestohlen wird – doch warum ist das so und wie können Diebe einen fest eingebauten Katalysator unbemerkt ausbauen? Der Grund für die Diebstähle ist, dass im Katalysator Edelmetalle enthalten sind. Wir zeigen Ihnen, was genau das ist und auch wie es sich mit der Versicherung in einem solchen Fall verhält.

Hintergründe zum Diebstahl von Katalysatoren

Wenn unter dem Fahrzeug ein lautes Dröhnen ertönt und die Motorkontrollleuchte aufleuchtet, handelt es sich in der Regel nicht um einen Defekt an der Fahrzeugtechnik, sondern um einen fehlenden Katalysator. Denn nach dem Diebstahl ist nur noch ein Loch da, wo er einmal eingebaut war. Die Abgase treten dann aus dem Krümmer aus und werden weder gereinigt noch akustisch reduziert. In diesem Fall ist der Katalysator nicht mehr vorhanden. Er wurde von Dieben – innerhalb weniger Minuten und ohne viel Aufsehen zu erregen – abtransportiert, denn sie sind an den im Keramikträger enthaltenen Edelmetallen interessiert. Dies ist entweder mittels Batterieflex oder fast geräuschlos mittels hydraulischer Batterieschere möglich. Die von den Dieben gestohlenen Katalysatoren werden dann zerlegt, um an die im Katalysator enthaltenen hochwertigen Komponenten (zum Beispiel Platin und Palladium) zu gelangen.

Was kann man bei Diebstahl tun?

Die Kosten für einen neuen Katalysator können je nach Fahrzeug sehr hoch sein. Obwohl der Katalysator in der Regel relativ gut in der Mitte des Fahrzeugbodens verbaut ist, stellt dies für die Diebe kein Hindernis dar. Sie heben das Fahrzeug mit Hilfe eines Wagenhebers an und kommen auf diese Weise an den begehrten Katalysator. Wenn Sie Opfer eines solchen Diebstahls werden, kann das sehr teuer werden und man nur auf eine Erstattung durch die Versicherung hoffen.

Deutschlandweit nimmt die Anzahl an Diebstählen stetig zu – Diebe schrecken nicht davor zurück, z.B. am helllichten Tag auf einem Parkplatz zu stehlen. Hier hat man Glück, wenn eine Teilkaskoversicherung abgeschlossen wurde, da die Kosten dann nicht allzu hoch sind. Allerdings ist die Selbstbeteiligung meist noch fällig. Wenn Sie aber ein älteres Auto fahren, das nicht voll versichert ist, dann kann das in manchen Fällen sogar mit einem Totalschaden gleichgesetzt werden. Gelegentlich besteht die Möglichkeit, auf Gebrauchtteile zurückzugreifen. Allerdings gibt es keine Garantie, dass Sie einen funktionierenden gebrauchten Katalysator finden.

Wie können Sie sich vor Diebstahl schützen?

Es gibt keine wirklich effektive Möglichkeit, sich vor Diebstahl zu schützen. Natürlich erschwert ein spezielles Schutzschild, eine Garage oder ein eingezäuntes Grundstück den Diebstahl, aber eine Garantie ist das nicht. Empfehlenswert ist hier nur ein gutes Alarmsystem mit Neigungssensoren, Neigungsmesser und App-Benachrichtigung. Dazu können Sie sich bei Ihrer Versicherung erkundigen, über welche Versicherung Schäden bzw. Diebstähle dieser Art abgedeckt sind.

Titelbild © Pixabay

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